Zucht

Purer Egoismus

Als wir unseren ersten Appenzeller bekamen es war unsere Janka kam in Rolf der Gedanke auf das man mit ihr in die Zucht gehen könnten.

Wir behielten sogar die ersten Jahre sogar unseren Wohnsitz in der Schweiz noch aufrecht deswegen.

Aber Janka wollte sich nie decken lassen, und so kam unsere Iris zu uns und wir wurden dann auch noch Mitglied im SSV und Deutschland wurde unser erster Wohnsitz.

Iris wurde dann im SSV auch angekört, und schon damals wurden wir danach gefragt von Leuten wenn dann der erste Wurf kommen sollte.

Aber Iris war uns vom Wesen nicht ganz so fest, dazu kam auch noch das sie Knochenschwach war.

So beschlossen wir nicht mit ihr in die Zucht zu gehen.

Mit unserem Pudel Tobby hatten wir einen Deckrüden unser Pudel Karli war zwar angekört worden aber kurz danach bekam er seinen ersten Epilepsie Anfall und konnte deswegen nicht in der Zucht eingesetzt werden.

Dann zog 2006 Rubino bei uns ein und wir beschlossen auch ihn an zu kören.

Bekamen wir Deckanfragen sagten wir immer ab, denn wir wollten, dass er zuerst bei uns selbst decken sollte, und so gingen wir auf die Suche nach einer Hündin die zu ihm auch passte.

Diese Hündin fanden wir in Maja die 2009 bei uns einzog.

So kamen wir unserem Traum der eigenen Zucht wieder näher, wir wollten auch von der Verpaarung einen Welpen behalten der unser letzter Hund dann sein sollte.

2010 wurde dann Rolf krank und starb auch kurze Zeit später, so fing das Schiff mit dem Traum vom züchten an zu sinken.

Nach langen Gesprächen mit meiner Mama, die auch in der schlimmsten Situation immer was Positives sah beschloss ich Maja 2011 ankören zu lassen.

So stellte ich einen Plan auf das Maja bis Ende 2012 noch auf einigen Ausstellungen gehen sollte und danach sollte sie nicht mehr ab gespritzt werden, und wenn sie dann läufig wird gedeckt werden.

Aber im Sommer 2011 musste ich feststellen, das man sein Leben nicht planen kann denn meine Mama verstarb Anfang Herbst.

Und somit fing das Schiff an weiter zu sinken.

Wenn man den ganzen Tag, das Woche für Woche allein ist hat man sehr viel Zeit sich Gedanken darüber zu machen. Da wird das dafür und das dagegen immer wieder auf die Waagschale legt.

Es kommen so Gedanken auf, schafft man es ganz alleine einen Wurf auf zu ziehe, bekommt man auch alle Welpen dann verkauft. Wie schaffe ich es alleine mit den anderen Hunden in dieser Zeit.

Mein erster Schritt war das ich Rubino von der Deckrüdenliste nahm, denn sollte wirklich kein Wurf im Zwinger vom Schweizerfluh fallen so soll auch kein anderer Züchter Rubino als Deckrüden bekommen.

Ich weiß das dies dann Purer Egoismus ist, aber ich könnte es nicht ertragen wenn jemand Nachkommen von Rubino hätte.

Ich muss feststellen das, das Schiff voll gepackt mit unseren Träumen immer weiter sinkt.

Martina Wagner Juli 2012

Das Schiff mit dem Traum zu züchten ist nun gesunken.

Ich habe mir die letzten Wochen, noch mal sehr viele Gedanken gemacht, ob ich es nicht doch schaffen könnte Welpen auf zu ziehen.

Habe viel mit Züchter gesprochen, einige meinten das schaffst du schon und einige meinten das es nicht alleine zu schaffen ist.

Nun Zeit habe ich mehr als genug, daran sollte es bei der Aufzucht nicht fehlen.

Aber ich habe auch noch die anderen Hunde die in den 8 Wochen nicht zu kurz kommen sollen, und das würden sie. Ich kann nicht bei den Welpen und der Mutterhündin sein, und gleichzeitig bei dem Rest des Rudels.

Die Welpen würden außer mir und den zukünftigen Besitzer wenn diese mal zu Besuch sind niemand anderes kennen.

Und ich glaube das wäre nicht so gut denn wenn ich Welpen aufziehe dann sollten sie doch auch andere Menschen kennen lernen, damit sie im Späteren Leben offen auf Menschen zugehen.

Des halb ist das Schiff mit dem Traum vom Züchten nun gesunken, und so wird es keinen Wurf im Zwinger vom Schweizerfluh geben.

Martina Wagner September 2012

Good Bye SSV !

Einige haben es ja schon mit bekommen , dass ich zum Jahresende 2013 meine Mitgliedschaft im SSV gekündigt habe.

Und so wurde ich auch gefragt , wieso ich diesen Schritt gegangen bin.

Ganz einfach. 

Als ich meine erste Appenzellerin Janka vom Bännlifluh bekam wurde ich , weil ja meine Heimat damals die Schweiz war , zuerst einmal Mitglied im Schweizer Club für Appenzeller Sennenhunde.

Wir zogen zwar Ende 1998 mit Zweitwohnsitz nach Deutschland um , aber für uns stand erst mal fest , wenn Zucht , dann im Mutterland des Appenzellers.

Und auch dort wurde Janka angekört. Nur lies Janka dann niemals einen Rüden zu.

2003 gaben wir unseren Wohnsitz in der Schweiz ganz auf, und da wir ja eine zweite Hündin , Iris von der Schafegg Ende 2001 bei uns aufgenommen hatten, steckte nun alle Hoffnung in ihr , was die Zucht angeht. Und ab 1. Januar 2004 waren wir Mitglied im SSV.

Iris wurde dann 2005 angekört im SSV, aber sie war nicht das , was ich mir von einer Zuchthündin vorgestellt hatte. Als erstes war sie nicht so knochenstark und auch im Wesen war so einiges nicht ganz stimmig. So kam sie nie in die Zucht.

Als dann Rubino 2006 einzog bei uns und er sich super machte , nicht nur was den Typ angeht , sondern auch vom Wesen, war klar , wir lassen auch ihn ankören und suchen nochmal nach einer Hündin.

Wir gingen auf die Suche und fanden dann auch 2009 unsere Maja von der Schafegg. Maja und Rubino passten von den Ahnentafeln gut zusammen.

Nun hieß es nur noch abwarten wie sich Maja entwickelt, sie kam im Wesen her gut und ich bin ja sehr kritisch, was meine eigene Hunde angeht, ja auch Maja hat ihre Mängel aber die waren nicht ganz so groß , also wollten wir es mit ihr in der Zucht versuchen.

Als dann mein Mann 2010 schwer erkrankte , sah ich schon alles was die Zucht angeht davon schwimmen, und erst recht als er im selben Jahr verstarb.

Meine Mama gab mir aber Mut , dass wir zwei es schaffen, und so wurde Maja 2011 angekört. Ich fing an alles was für die Aufzucht von Welpen nötig ist , anzuschaffen. Aber das Schicksal wollte es anders , denn meine Mama verstarb noch im selben Jahr.

Nun stand ich alleine da und ich kämpfte einen Kampf mit mir und dem Gedanken Züchter zu werden. Dieser Kampf war lange ,ich legte alles in die Waagschale, nicht die ganze Arbeit , die auf mich zukommen würde bei der Welpenaufzucht , die ich alleine tragen würde, sondern der Gedanke , ich könnte auch in dieser Zeit krank werden, und keiner wäre dann da die Welpen zu versorgen. Dies war dann der Ausschlaggebende Grund , Ende 2012 zu sagen , ich werde nie züchten.

Das ganze fiel mir mehr als schwer und es flossen so viele Tränen. Mein großer Traum zerplatzte wie eine Seifenblase. 

Und deshalb kam für mich gegen Mitte des Jahres dann auch der Entschluss , dass ich dann kein Mitglied im SSV sein möchte, denn was soll ich noch in diesem Verein.

Auch da habe ich mir Gedanken gemacht , als ich zu mir sagte was soll ich noch in diesem Verein.

Der Appenzeller Sennenhund ist eine Rasse die gesund ist.

Und was den derzeitigen Typverlust des Appenzellers an geht ,daran habe ich auch mit einer Mitgliedschaft im SSV keinen Einfluss, denn der liegt in den Händen der Züchter des SSV.

Auch nicht auf die Deckrüdenhalter, dass sie oft ihre Rüden decken lassen, ohne zu schauen , was aus verschiedenen Verpaarungen heraus gekommen ist, Hauptsache er hat viele Nachkommen gezeugt.

Genauso habe ich keinen Einfluss darauf , wer als Zuchtrichter im Amt ist oder dieses Amt anstrebt.

Legte ich dies alles auf die Waagschale, fiel mir der Schritt meine Mitgliedschaft im SSV zu kündigen , nicht schwer.

Ich werde mit meinem Herzen immer dem AppenzellerSennenhund verbunden sein.

Jeder der einen Appenzeller hat findet , dass er der schönste und liebste ist, genauso das Züchter ihre Welpen toll finden, das soll auch so sein.

Aber das man als Halter eines in der Zucht stehenden Appenzellers auch mehr als kritisch seinen Hund anschaut, und wirklich alle Fehler , die er hat , sucht.

Ich denke , dass ich das so schreiben kann und darf , denn ich selber schaue meine Hunde mehr als kritisch an, sei es vom Typ her oder vom Wesen, und wer mich kennt , weiß das auch.

Nun sind Hunde und alles was dazu gehört wie Ausstellungen und Zucht mein Leben, und ohne kann ich nun mal nicht. 

So habe ich mich umgeschaut bei all den Rassenhunden und mich gefragt welche Rasse könnte meine Unterstützung gebrauchen, und bin so auf den Mops gekommen.

Der Mops ist seit einigen Jahren in aller Munde ,besonders der Medien und es wird oft von Qualzucht gesprochen. Nun das ist also eine Rasse die man unterstützen kann, dass sie wieder in der Öffentlichkeit besser da steht. Dazu gab es 2012 im DMC einen neuen Vorstand der mir zusagte und der für die Rasse Mops das Richtige anstrebte. So wurde ich dieses Jahr Mitglied in diesem Verein.

Nur , ich wurde was besseres belehrt , denn einige Mitglieder im DMC hatten andere Vorstellungen als Ihr Vorstand und so kam es dieses Jahr zur Neuwahl eines Vorstandes, der wieder zu den alten Gegebenheiten , wie es vor 2012 war , zurück kehrt. So gab ich noch an dieser Mitgliederversammlung meine Kündigung als Mitglied des Vereins ab.

Nun stand ich wieder da , was mach ich jetzt.

Aber viel Zeit zum Überlegen blieb mir nicht , denn ein paar Tage nach dieser Mitgliederversammlung wurde ich von namhaften Züchtern und Deckrüdenbesitzern angesprochen, die alle dem DMC den Rücken kehrten, ob ich mithelfen wolle einen neuen Mops Verein zu gründen.

Ich brauchte nicht zu überlegen und sagte zu.

Und nein , es ist nicht jetzt die Dissidenz  zu der ich gehe, es ist ein neuer Verein FÜR den Mops, der seine Aufnahme in den VDH beantragt hat und somit wäre er auch Mitglied der FCI.

Am 2 November trafen wir uns dann am Titisee, und der Verein Club für den Mops , abgekürzt CfdM , wurde gegründet. Anschließend gab es die erste Mitgliederversammlung und der Vorstand wurde gewählt.

Nun bin ich nicht nur Gründungsmitglied im CfdM , sondern Fördermitglied und was sonst noch alles auf mich in diesem Verein in den nächsten Jahren zukommt , da lass ich mich überraschen.

Ich kann nur sagen , dass ich als Fördermitglied mein Bestes geben werde , dass diese tolle Rasse Mops den richtigen Weg im CfdM gehen wird.

Und nun zum Abschluss.

Das sind meine Wünsche und die sind für beide Rassen , den Appenzeller Sennenhund und den Mops.

Ich hoffe sehr, dass Züchter , sowie Deckrüdenhalter ihr Bestes geben ,was die Zucht betrifft, damit sie typvolle und wesensstarke Hunde ihrer Rasse züchten.

Martina Wagner November 2013

 

 

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