Geschichten

Karlis Leben

 

 

Karlis Wurfkiste stand in Leipzig dort wurde er am 11.September 2002 geboren. Das erste halbe Jahr verbrachte er beim Züchter.

Als Rolf im Februar 2003 von einer Agility Ausbildungswoche mit Tobby aus der Schweiz zurück kam, hat er den Wunsch gehabt sich einen Apricot Klein Pudel anzuschaffen der nur ihm gehörte.

So telefonierte ich zwei Tage in der Schweiz und Deutschland herum und fand dann auch Familie Kröpsch in Leipzig, die noch zwei Rüden von einem halben Jahr hatten die noch auf ein neues Zuhause warteten.

Vier Tage später starteten wir um 8.00 Uhr früh in Richtung Leipzig, die ganze Familie ( Rolf, Mama  ich und die Hunde Janka, Iris und Tobby.)

Als wir das Haus der Familie Kröpsch gefunden hatten saß ein Pudel am Hoftor es war Karli, aber das wußten wir noch nicht, Rolf sagte nur, der ist aber schön.

Wir wurden von dem Züchter Ehepaar freundlich aufgenommen und ein großes Rudel Pudel begrüßte uns. Frau Kröpsch zeigte uns die zwei Rüden und einer war der vom Hoftor. Beide waren etwas zurückhaltend, aber mit der Zeit schmolz das Eis und wir kamen uns näher.

Wir durften auch mal unsere Hunde auf das Grundstück holen um zu sehen wie sich die Hunde zusammen vertragen, es gab keine Probleme.

Um uns zu entscheiden welchen von den beiden wir zu uns nehmen wollen, gingen wir erst mal Mittagessen, was wir nutzten Familienrat zu halten. Nach zwei Stunden stand für uns fest welchen  von den beiden wir wollten, es war der vom Hoftor.

Wieder beim Züchter zurück teilten wir ihm unsere Entscheidung mit welchen wir wollten, der Grund war die Farbe, Karli hatte ein dunkleres Apricot als der andere. Es wurde der Kaufvertrag gemacht und so hatten wir ein neues Familienmitglied, oder besser gesagt Rolf hatte seinen eigenen Hund.

Karli reiste in der Box auf dem Rücksitz neben mir in sein neues zu Hause. Um 21.00 Uhr waren wir wieder zu Hause und Karli durfte noch den Garten kennen lernen, und dann hieß es auch schon es ist Zeit schlafen zu gehen.

Nun da Karli ja schon ein halbes Jahr alt war und Stubenrein brauchten wir in der Nacht nicht aufzustehen, aber die neue Umgebung tat einiges dazu, denn Karli machte noch mal einen See in die Stube.

Am nächsten Morgen merkten wir das Karli sich ein wenig ängstlich zeigte, aber wir waren uns bewusst das es ein paar mehr Schwierigkeiten geben könnte, wie bei einem 8 Wochen alten Welpen.

Und so war es auch, aber da wir Karli ganz in Ruhe ließen und nicht bedrängten dauerte es eine Woche und er war voll in unser Leben eingestiegen. Rolf und Karli wurden von Tag zu Tag von Monat zu Monat ein tolles Gespann was bis heute noch so ist.

Janka und Iris wurden seine besten Hundefreundinnen, mit Tobby hatte er sich mal kurz in den Haaren aber jetzt sind sie auch gute Kumpels.

Kurze Zeit später als Karli bei uns eingezogen war fuhren wir zum Agilitytraining in die Schweiz. Beim Training mit den großen schaute Karli ganz aufmerksam zu. Unsere Trainer Astrid und Rudi Steiner sagten, der will auch und er wird mal sehr gut.

Im Herbst 2003 fingen wir an mit Karli auf Ausstellungen zu gehen, und als er ein Jahr alt war ging es zur Körung, neben bei übte Rolf fleißig mit ihm für die Begleithunde Prüfung und fing auch an ihm Agility beizubringen, beides klappte prima.

Im September 2004 zwei Tage vor der Ausstellung in Leipzig hatte Rolf mit Karli die Generalprobe für die Begleithunde Prüfung, da passierte ein Unglück, ein großer Hund fiel über Karli her und verbiss ihn schwer, die Wunden mussten geklammert werden und er hatte am ganzen Körper blaue Flecken. Wir fuhren aber trotzdem an die Ausstellung nach Leipzig, wo er sich vorzüglich gezeigt hat. Zwei Wochen danach bestand er die Begleithunde Prüfung.

Rolf und Karli gingen noch zusammen an einen Agility Kurs nach Vulpera, was beiden viel Spaß machte und Karli viel lernte.

Karli war perfekt, er machte nicht nur gerne Sport sondern zeigte sich auch immer vorzüglich im Ausstellungsring. Das einzige was er nie lernte war dass er mal alleine bleiben kann, da hat er fürchterliche Verlassungsängste.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag 2004, wir waren gerade aufgestanden bekam Karli einen Krampfanfall, wir wussten zuerst nicht was das ist und standen unter Schock, wir telefonierten mit dem Tierarzt und fuhren gleich los, aber er konnte uns auch nicht sagen was das war. Eine halbe Stunde nach dem Anfall der zwei Minuten gedauert hat verhielt er sich ganz normal. Unser Tierarzt meinte wir sollen ihn beobachten und wenn wieder ein Anfall kommt sollen wir wieder vorbei kommen.

Es dauerte ein halbes Jahr bis der nächste Anfall kam, nun meinte unser Tierarzt das ist sicher Epilepsie. Wir haben Karli sofort aus der Zucht genommen. Nun bekam er Tabletten zuerst die niedrigste Dosis, was auch eine Zeit lang gut ging das Leben verlief normal mit Agility Turnieren und Ausstellungen. Anfang 2006 vermehrten sich die Anfälle, an manchen Tagen hatte er zwei und die Dosis der Tabletten wurde höher, im Sommer 2006 hatte er an einem Tag sieben Anfälle und wir dachten wir würden ihn verlieren, nun bekam er noch ein zweites Medikament, bis das eingestellt war musste er alle drei Wochen zur Blutuntersuchung. Aber es half, die Abstände zwischen den Anfällen wurden immer größer. In Polen an der Welthunde Ausstellung 2006 wurde er das letzte Mal Ausgestellt.

Wir merkten aber dass er immer wieder mal wie ein betrunkener durch die Gegend lief und abwesend schien, so lief er in Österreich 2006 auch sein letztes Agility Turnier.

Im Februar 2007 wurde Karli noch kastriert, was helfen soll das er weniger Anfälle bekommen sollte.

Man kann immer damit rechnen das Karli einen Anfall bekommt, sie dauern meistens 2 bis 3 Minuten danach ist er eine halbe Stunde verwirrt, aber wenn alles vorbei ist, ist er ein ganz normaler Hund.

Seine Tabletten die er am Tag 3-mal bekommt werden mit Leberwurst genommen.

Er geht ganz normal spazieren und immer ist er für einen Spaß gut, Katzen und Kaninchen werden gejagt, er liebt es ins Wasser zu gehen und er macht sich auch gerne schmutzig. Also ein ganz normaler Hund außer das er nachts öfters raus muss um sich zu lösen.

Im Januar 2008 hatte Karli einen kleinen Schlaganfall, er konnte nicht mehr richtig gehen und konnte auch drei Tage nicht mehr bellen, aber das haben wir ganz gut überstanden, und als es dann Sommer wurde tobte er mit den anderen im Garten herum.

Im August 2008 hatte er wieder so einen kleinen Schlaganfall, dieses mal glaubten wir das wir ihn verlieren werden, aber Karli ist ein Kämpfer und überstand auch das, nach vier Tagen fing er wieder mit den anderen zu spielen.

Sein bester Freund ist unserer Rubino und das vom ersten Tag an als er 2006 zu uns ins Rudel gekommen ist, und das hat sich bis heute nicht geändert. Wenn es Karli mal schlecht geht ist Rubino immer an seiner Seite.

 

April 2008 Martina Wagner

 

 

Nächtliche Jagt im Garten

unser Karli zurechtgemacht wie er früher zu einer Ausstellung ging.

karli-nov-2005
Kleinpudel FCI Gruppe 9 Begleidhunde.
da sollte man doch meinen dass so was schön auf dem Sofa liegt und nicht jagt.

aber falsch er hat es heute Nacht bewiesen.

da er ja durch seine starken Medikamente die er wegen seiner Krankheit nehmen muss auch in der Nacht raus zum lösen geht gehe ich meisten um 1 Uhr mit ihm raus.
Heute Nacht kam er aber nicht um diese Zeit und so ging ich dann zu Bett.
aber um 2:30 stand er dann vor den Bett und hat gebettelt so bin ich dann mit ihm nach unten in den Garten.
Ich hatte noch nicht richtig die Haustür offen da schoss er wie ein Blitz raus.
ich dachte noch na da ist wohl wieder mal eine Katze im Garten und ging langsam hinter her,
so war es auch, aber diese dumme Katze lief wie verrückt durch den Garten und nicht wie die anderen Katzen die wir ständig bei uns haben über den Zaun mit einem Satz
nein kreuz und quer und unser Karli hinter her zuerst hinters Gartenhaus dann weiter Richtung Treibhaus und zurück hinter unsere 20 Tannen.
Ich dachte noch da ich jetzt nichts mehr einsehen konnte denn da reicht das Licht nicht mehr hin nun ist sie über den Zaun.
aber falsch gedacht
zuerst kam was schwarz weißes hinter den Tannen raus an mir vorbei wie ein Blitz und im selben Augenbilck auch unser roter Teufel Karli.
Nun ging es in Richtung Hof und ich gab mit einem Urschrei Nein Karli zuverstehen das es vorbei ist aber der hörte nicht und stellte doch diese Katze am Ende der Treppe zum Hof die noch mal durch ein Tor gesichert ist
Nun ging es zur Sache lautes knurren und fauchen war zu hören.
Ich noch mal den Urschrei und nun wurde gehört Karli lies von der Katze ab, und diese wollte wieder in meine Richtung aber dann änderte sie doch ihre Richtung und gab Fersen Geld und suchte das weite durch das Geländer an der Treppe.
Nun brauchte Karli noch eine Zeit bis er sich endlich löste,
als ich dann um 3:30 wieder in meinem Bett lag dachte ich noch mal darüber nach, keiner aber auch wirklich keiner weder aus der Familie noch aus der Nachbarschaft hat sich an dem lauten Schrei gestört und nach geschaut
mir hätte ja sonst was geschehen können.
da bin ich doch anders wenn ich in der Nacht so was höre stehe ich auf und schaue nach oder liegt das daran das ich neugierig bin.
Heute Morgen hat dann mein Ehemann und meine Mutter nur gefragt was los war in der Nacht bei so einem Schrei hätte sie Kerzen grade im Bett gesessen. und mein Mann meinte er hätte mal aus den Fenster geschaut aber im Garten nichts gesehen wie auch der Garten ist ja vom Fenster aus nicht voll einzusehen und da habe er sich wieder hingelegt und weiter geschlafen.
Ich habe Karli heute Morgen untersucht aber er hat nichts ab bekommen und was mit der Katze ist kann ich nicht sagen denn da weiß ich nicht wo sie ihr Zuhause hat.
nun liegt Karli im Körbchen mit Janka zusammen und schläft und wird wohl von seiner nächtlichen Jagt träumen.

2009  Martina Wagner

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