Reisebericht WHA 2007 Mexico

 
 

 

Mit dem Appenzeller nach Mexiko

Reise zur Welthunde Ausstellung in Mexiko Mai 2007 mit Iris von der Schafegg

Wie alles Begann!

Ich wollte schon immer mal über den grossen Teich mit einem meiner Appenzeller und da man ja einmal Fliegen muss und der Hund in eine Box muss, kam nur Iris in Frage, denn sie liebt ihre Box. Brasilien und Argentinien fiel leider ins Wasser, weil Mutter Natur mir einen Strich durch die Rechnung machte, Iris wurde heiss!!! Dieses Mal lag der Termin jedoch perfekt.

In Posen an der Welthunde Ausstellung nahm ich mir vom Stand der Mexikaner das Anmeldeformular gleich mit.

Ich wusste, dass es das Reisebüro Thea Wolf gibt, das solche Reisen an die Welthunde Ausstellungen organisiert. Im Dezember 2006 buchte ich bei ihr den Flug und das Hotel. Den ausgefüllten Meldeschein bekam Frau Wolf von mir geschickt, den sie nach Mexiko schickte. Toll – ich musste mich um nichts mehr selber kuemmern.

Ende Januar 2007 meldete ich mich bei Frau Wolf, um zu fragen, was ich noch selber zu erledigen haette: also ich brauchte noch einen zweiten Impfausweis von Iris, den ich beim Tierarzt ausstellen lies, es wurde alles vom Original abgeschrieben.

 Im Februar wieder ein Telefonat mit dem Reisebuero. Ich teilte ihr mit, dass ueber die Kreditkarte endlich die Meldegebuehr abgebucht worden ist. Frau Wolf sagte mir, sie faxe mir noch ein paar Formulare und das Hotel wolle noch eine Bescheinigung ueber meine Hundehaftpflicht Versicherung – und den Impfausweis muesse ich ihr auch senden, den muesse Sie an die Botschaft von Mexiko senden wegen der Einreise fuer Iris. Ich brauche ja nur den Reisepass, der reicht fuer mich.

Es folgten noch einige Telefonate in den naechsten Monaten und die Zeit verging viel schneller als sonst, haette man meinen koennen.

Endlich war es Anfang Mai und immer noch hatte ich meine Reiseunterlagen nicht. Es kamen die Ausstellungen in St. Gallen CH, wo wir gemeldet hatten. Als wir dann am Dienstag nach Hause kamen, war der lang ersehnte Brief mit den Reiseunterlagen da, aber zuerst musste ich die Koffer auspacken und dann kam der Moment um den Brief zu oeffnen. Es war das Flugticket und die Hotelunterlagen, ein Schreiben an welchem Schalter man sich trifft, wo man eincheckt und um welche Zeit man da sein muss.

Aber da war noch ein wichtiges Formular dabei, das unser Tierarzt noch auszufuellen hatte und das alles 3 Tage vor Abreise, ich wurde nervoes was alles da drin stand, ich hatte ja den groessten Teil gar nicht (Titterbestimmung und so weiter). Ich machte Rolf und meine Mutter verrückt, weil ich heulend durchs Haus lief und immer wieder sagte, nun komme ich doch nicht nach Mexiko, weil mir diese Unterlagen und Untersuchungen ja fehlen, und ich hatte ja nur noch eine Woche Zeit.

Am nächsten Tag mussten wir noch nach Bad Langensalza zur Laufstudie mit unseren zwei Appenzeller Mädchen. Was soll ich nur machen? Meine Mutter sagte, ich rufe am Morgen früh Frau Wolf an und ihr fahrt nach Bad Langensalza, es kann ja nicht so schlimm sein, denn sonst hätte sie dir doch gesagt, was für Untersuchungen für Iris noch gemacht werden müssen, du hast sie ja vor Monaten danach gefragt.

Da es Abend war und ich sowieso nichts mehr unternehmen konnte, ging es ab ins Bett – aber von Schlafen keine rede.

Wir fuhren am nächsten morgen schon sehr früh los, denn wir mussten um 9.00 in Bad Langensalza zur Laufstudie sein. Conny war mit ihrer Appenzellerin auch schon da und es ging gleich los.

Kurz nach 10.00 rief ich meine Mutter an, ob sie wohl schon mit Frau Wolf telefoniert hätte. Ich hatte mich kaum gemeldet, sagte meine Mutter, der Tierarzt braucht nur die Bestätigung für die Impfungen auszufüllen – alles andere auf dem Formular gehe uns nichts an. Ein grosser Stein – besser gesagt die ganzen Berge von der Schweiz – sind von meinem Herzen gefallen.

Drei Tage vor Abflug füllte der Tierarzt das Formular aus und nun konnte es losgehen.

Die Reise

Zwei Tage vor Abflug ging es ans Koffer packen, da es ja über den grossen Teich ging hatte ich Glück, man durfte zwei Gepäckstücke a 23 kg mitnehmen. Ja was musste so in den Koffer? Das meiste war für Iris. Da es sechs Übernachtungen waren, brauchte ich für sie 6 mal Futter für den Abend und die gleiche Menge Dosenfutter für das Frühstück, die Leckeli für die Ausstellung und noch solche für zwischendurch, Futterschüssel, Wasserschüssel, ein Handtuch für nasse oder schmutzige Füsse, Spielzeug und Kaffeesahne, denn Iris trinkt nicht immer genügend Wasser – aber mit einer Portion Kaffeesahne wird dann immer getrunken, Leinen und Halsbänder müssen natürlich auch noch mit. Da war der Koffer schon recht gefüllt und meine Sachen müssen ja auch noch rein. Heut zu Tage darf man ja nichts mehr als Handgepäck mitnehmen, also mussten die schweren Kosmetiksachen, gutes Schuhwerk für den ganzen Tag an der Ausstellung, die Kleidung für 4 Tage und noch die Kleidung für Freizeit.

Da ich ja nicht alles esse und ich von einem früheren Urlaub in Mexiko wusste, das ich da Schwierigkeiten bekommen würde, nahm ich noch Knäckebrot, Leberwurstdosen, Gummibärchen usw. mit, ausserdem brauchte ich ja auch noch was zum lesen.

Im Handgepäck waren dann noch die Papiere für Iris, der Reisepass für mich und so ein paar Kleinigkeiten wie auch Robidog Tüten usw.

Rolf hatte mir die Flugbox gerichtet, schön mit, einem grossen Liegekissen und ein paar Decken, die kleine Maus sollte ja bequem liegen auf dem langen Flug. An die Türe der Box hat Rolf eine Vorrichtung gebaut damit man die Wasserschüssel einhängen konnte damit sie nicht umfällt und das Wasser nicht verschüttet werden konnte.

Den Koffer hatte ich gut gefüllt und die ersten 23 kg Gepäck waren so entstanden.

Aber man braucht ja auch noch einen Stuhl für die Ausstellung und die Klappbox sollte auch noch mit. So wurde die Klappbox das zweite Gepäckstück in ihr untergebracht eine Decke den Stuhl und sonst noch ein paar Kleinigkeiten. Am nächsten Tag wurde alles noch mal kontrolliert, ob auch alles dabei war, denn bei so einer Reise will man ja sicher nichts vergessen. Der Koffer wurde zugemacht, in der Hoffnung nichts vergessen zu haben. Jetzt wurden der Koffer, die Flugbox, die Klappbox und das Handgepäck in den Flur gestellt, die Reise kann beginnen.

Der Abflug Tag  Dienstag 22.Mai 2007

Morgens bin ich ganz normal aufgestanden und mit den Hunden laufen gegangen, Iris machte alle ihre Geschäfte. Futter durfte sie keins mehr bekommen, nur noch Wasser trinken, das durfte sie noch.

Um 10.00 stellte ich das Gepäck in den Hof und legte noch ein Shirt was ich sechs Nächte getragen habe in die Flugbox, ich schaute noch mal nach, ob ich das Ticket, den Reisepass, den Impfausweis sowie das Geld eingesteckt hatte. Iris durfte noch mal in den Garten gehen um Wasser zu lösen. Um 10.30 kam das Taxi, das ich schon Monate zuvor bestellt hatte und nun wurde alles eingeladen und ich verabschiedete mich von den Meinigen. Da kam doch noch das Gewissen, mache ich das alles richtig, der Iris so einen langen Flug zu zumuten. Iris durfte auf der Fahrt zum Flughafen bei mir sitzen, was ich toll fand, denn ich wusste ja das sie noch sehr lange alleine in Ihrer Box sein musste.

Der Abflug

Im Frankfurter Flughafen mussten wir in Terminal 1 Halle 3. Das Taxi fuhr fast vor die Tür, die Fahrerin vom Taxi kümmerte sich um das Gepäck und stellte alles auf einen Wagen und brachte es an den Abflugschalter zum einchecken.

Iris lief an der Leine ohne zu zucken durch die Menschenmenge in der grossen Halle, als ob sie das schon hundertmal gemacht hätte. Die Reisenden schauten alle, als ich da mit Hund und viel Gepäck durchging. Am Schalter von der Lufthansa traf ich dann Frau Wolf, die ja auch mit reiste, und die anderen elf Teilnehmer mit ihren Hunden der Reisegruppe. Ausser Iris waren noch 3 Jack Russel, 1 Westi, 2 Dackel, 1 Pointer, 3 Setter, 1 Airedale Terrier mit von der Party.

Iris kam nun in ihre Box, die vorher von Sicherheitsbeamten kontrolliert wurde und ich checkte ein. Kurze Zeit später gab ich Iris 1 1/2 Tabletten, die gleiche Menge hatte ich ihr schon vor Monaten gegeben, um die Wirkung zu testen. Sie haben Iris ein wenig schläfrig gemacht und ach – ist mir das alles egal.

Gegen 13.00 wurden dann die Hunde vom Flughafenpersonal abgeholt. Iris wurde von mir nochmals herzlich gedrückt und schon ging es ab. Iris war aber ganz ruhig, kein bellen als ihre Box auf den Wagen gestellt wurde und dann wurde sie Fortgefahren.

Wir hatten noch 1 1/2 Stunden Zeit bis zum Abflug, aber die ging sehr schnell vorbei. Kurz bevor wir in die Maschine gingen, sahen wir auf dem Rollfeld am Flugzeug etliche Hundeboxen stehen neben Koffern und anderem Gepäck, eine grosse Palette voll mit Boxen wurde gerade in die Maschine verladen und jeder fragte sich in diesem Moment , ist da mein Hund dabei? Ich hatte einen Fensterplatz, aber der war von jemand anderem belegt und so setzte ich mich in die Mitte, so brauchte ich wenn ich mal aufs WC musste nur einen bitten mal aufzustehen. Wir wurden aufgefordert uns anzuschnallen und der obligatorische Sicherheitshinweis kam, aber was sah ich da als ich nochmals aus dem Fenster schaute, da standen ja noch Boxen auf dem Rollfeld, ich schaute genauer und sah das die Box mit Iris auch noch da stand. Die Flugbegleiterin kam und forderte mich auf mich zu setzen und anzuschnallen ich sagte zu ihr, ich setze mich erst wenn mein Hund im Flugzeug ist. Es dauerte noch eine Weile, und ich das Foerderband genau unter dem Fenster sah, konnte ich dann sehen wie Iris als letzte verladen wurde und sie ganz ruhig in ihrer Box lag. So jetzt konnte ich mich setzen und anschnallen.

Das einzige was ich am Abflug und der Abfertigung nicht schön fand war, das die Boxen mit den Hunden fast 2 Stunden in der Sonne auf dem Rollfeld standen bis sie verladen wurden.

Die Flugstrecke ging über England Grönland Kanada USA nach Mexiko, wir hatten schönes Wetter und man konnte viel sehen, über Grönland sah man sehr viel und es war richtig toll. Ich bin ja früher schon viel geflogen auch lange Strecken und konnte immer schlafen, aber dieses mal mit Hund ging es gar nicht, war man doch ein bisschen Nervös und man dachte immer wie geht es Iris da unten im Frachtraum?

Die Ankunft in Mexiko City

Nach etwas mehr als 9280 km und 12 Stunden  Flugzeit heisst es endlich, bitte anschnallen in wenigen Minuten landen wir.

Die Landung war sehr wackelig und das Flugzeug machte fast Kengeruhsprünge, dabei dachte ich an Iris, wie geht’s ihr da unten. Es war immer noch Dienstag, den 22.05.07 19.15 Ortszeit.

Ich verliess die Maschine und ging zügig zur Gebaeckausgabe, es dauerte auch nicht lang und die ersten Koffer und Gepäckstücke kamen auf dem Rollband an, und dann auch schon die erste Hundebox. Ich hatte mir gerade einen Gepäckwagen geholt da war auch schon meine Box mit Iris im anrollen. Iris sass in der Box und schaute gut aus, sie war ganz ruhig. Ein Mitreisender half mir die Box vom Band zu nehmen und auf den Wagen stellen, da gab sie das erste Mal einen kurzen Laut von sich. So jetzt brauchte ich nur noch das Gepäck aber das dauerte noch ziemlich lange, den es kamen immer wieder Boxen mit Hunden an, da sah man das erste mal wie viele Hunde an Bord waren, und jeder half jedem die Hunde vom Band zu nehmen.

Endlich war auch mein letztes Gepäckstück auf dem Wagen verstaut, die anderen von der Gruppe hatten nun auch alles und so gingen wir zur Tierarztkontrolle. Frau Wolf ging ja schon vor uns zum Schalter, denn sie hatte alle Formulare und den zweiten Impfausweis bei sich, und wir stellten uns in der langen Schlange an. Denn kurz vor uns war noch eine Maschine aus USA gelandet, die auch voll war mit Hunden. Es schien uns als ginge die Zeit nicht mehr weiter, aber endlich nach 2 Stunden waren wir an der Reihe. Die Hunde waren immer noch still, jeder Hund wurde von einem Tierarzt angeschaut und wir kriegten ein Formular und durften weiter gehen zur Passkontrolle und Zoll, das ging alles sehr schnell was ich toll fand, denn nochmals anstellen und warten wollte keiner mehr. Also jetzt nichts wie raus aus der Halle und da sah ich jemanden mit einem Schild Reisebüro Wolf und wir steuerten mit den vollen Wagen auf den Mann zu, aber wir kamen nicht mehr sehr weit mit dem Wagen denn der Weg wurde von einer Barriere gesperrt. Aber sofort war Flughafenpersonal da und half uns die Gepäckstücke und die Boxen darüber zu heben.

Endlich konnten wir unsere Hunde aus der Box lassen, das war eine Freude für Hund und Mensch, ich schaute gleich ob Iris Trocken war und ihre Box war es auch. Ich ging mit Iris ein paar Meter und sie machte einen grossen See auf den Gehsteig.

Mich sprachen ständig Leute an und sagten etwas von einem Championshund, was ich gerade noch so verstand, denn ich kann kein Spanisch. So wandte ich mich an unsere Mexikanische Reiseführerin und fragte nach was die alle von mir und der Iris wollten. sie fragte nach, und sagte mir, dass die Leute mich aus dem Fernsehen kannten, denn da lief schon ein paar Tage ein Werbefilm mit Ausschnitten von Europaeischen Ausstellungen, und da war ich wohl zu sehen.

Unser Gepäck wurde in den Bus verladen und Iris war die erste die den Bus bestieg, ganz selbstverständlich als ob sie wüsste dass wir noch ein Stück zu Fahren haben. Wir fuhren noch eine halbe Stunde bis zum Hotel.

Das 5 Sterne Hotel Sheraton Maria Isabel steht an der la Reforma. Diese Strasse ist eine der Hauptstrassen von Mexiko City. Es ist zwar eine 6 spurrige Strasse aber mit sehr viel Grün, so ging man aus dem Hotel in eine Grünanlage mit breitem Gehweg.

Das Einschecken im Hotel dauerte eine Weile, denn es reisten zu dieser Zeit sehr viele Leute mit Hunden an. Man bekam zu seinem Zimmerschlüssel gleich noch eine Liste mit Adressen und Öffnungszeiten von Tierkliniken, so wie ein extra bitte nicht Stören Türschild, auf dem ein Hund im Bett abgebildet ist. Ich sagte einem Hotelangestellten welches mein Gepäck ist und ging aufs Zimmer im 7.Stock. Als ich die Tür aufschloss lief Iris sofort rein und war mit einem Satz auf dem rissen grossen Bett und legte sich gleich in die 6 grossen Kissen hinein. Es dauerte eine Weile und das Gepäck wurde aufs Zimmer gebracht, und ich begann sofort auszupacken, damit ich Iris was zu fressen geben konnte. Danach besorgte ich noch 2 Liter Mineralwasser, da man den Hunden kein Leitungswasser geben soll.

Es ging auf Mitternacht zu als ich mit dem auspacken fertig war, wollte ich noch die Wertsachen im Safe unterbringen, aber der ging nicht. Da ich mit Iris noch eine Runde drehen wollte ging ich an der Rezeption vorbei und fragte ob man das noch in Ordnung bringen könnte und man versprach mir jemanden vorbei zu schicken, es dauerte eine Zeitlang bis jemand kam und ihn reparierte. Iris fand das gar nicht gut und knurrte ständig bis der Mann das Zimmer wieder verliess. Die Uhr schlug 2 als ich und Iris dann endlich ins Bett gehen konnte. Iris kuschelte sich ganz dicht neben mich in die vielen Kissen und so schliefen wir endlich ein.

1.Tag in Mexiko City 23.Mai 2007

Gegen 6.00 wurde ich von Menschenlärm geweckt, der sich anhörte wie Gänsegeschnatter, und immer wieder Durchsagen auf Spanisch die von der Strasse durchs Fenster im 7.Stock kamen. Iris hob nur mal schnell den Kopf und ein kurzes bellen und schon kuschelte sie sich wieder in die Kissen. Da ich neugierig bin stand ich auf und schaute nach unten, da waren ja hunderte von Menschen schon auf der Strasse. Aber für mich war es noch ein bisschen früh zum Aufstehen, also nochmals rein ins Bett. Um 7.30 Uhr ging mein Wecker, aufstehen, schnell fertig machen und Iris wecken zum Gassi gehen. In der Grünanlage vor dem Hotel sah ich einen Kolibri, der von Blume zu Blume flog und mit seinem langen Schnabel den Nektar zu sich nahm. Ein paar Meter weiter sah ich eine Rasenfläche und ich steuerte mit Iris darauf zu, denn Iris hat lieber Gras unter den Pfoten um sich zu lösen. Es waren auch schon andere Hunde vom Hotel da, Iris machte aber nur Pipi und zog dann in Richtung Hotel und da war auch schon die riesige Menschenmenge Mexikaner, die standen vor der US Botschaft und wollten ein Einreisevisum für die USA. Die Rasenfläche gehörte auch zur Botschaft. Im Hotel angekommen gingen wir aufs Zimmer und Iris bekam ihr Frühstück, danach ging ich auch Frühstücken.

Die anderen von der Reisegruppe machten eine Stadtrundfahrt, da ich Mexiko City schon kannte, denn ich war früher schon mal da, blieb ich mit Iris im Hotel und schaute ein wenig Fern. Nachher bin ich mit Iris eine ausgiebige Runde gelaufen, und wieder zurück im Hotelzimmer legte sich Iris ins Bett, und ich ging Mineralwasser kaufen, gleich vier mal ein 10er Pack mit 1l Flaschen gleich 40 Liter. Das hört sich viel an für 5 Tage, aber ich habe auch die Futterschüssel von Iris mit Mineralwasser sauber gemacht.

Nach einem kurzen Mittagsschlaf richtete ich die Sachen für den ersten Ausstellungstag. Nun war es wieder Zeit mit Iris eine Runde zu gehen, damit sie ihr grosses Geschäft erledigen konnte, aber wieder hat sie nur Pipi gemacht. Ich sprach mit einigen Hundebesitzern deren Hunde dieselben Probleme haben. Man merkte auch dass die Hunde alle müde waren und mit der Höhe von Mexiko City 2300 m u. M. ein bisschen Überfordert waren. Mich hat das nicht gestört, ich hatte auch nie Schwierigkeiten mit der Zeitverschiebung.

Um 17.00 hat die Reisegruppe Wolf sich getroffen, wir hatten Glück denn die ganze Gruppe hatte eine Eintrittskarte für die Eröffnungsfeier am Abend. Jetzt bekamen wir auch die Kataloge die wir extra bezahlen mussten, sowie die Start Nummer die für alle 4 Ausstellungen gültig war. Ich musste feststellen, dass ich nicht richtig angezogen war, ich hatte eine Stoffhose und das dazu passende Oberteil an und darüber die Regenjacke, denn es hat angefangen zu regnen. Die anderen hatten sich Festlich, das heisst Männer im Anzug, Frauen im kleinen schwarzen oder Hosenanzügen. Ich konnte nichts mehr machen, der Bus wartete schon um uns zu den Ausstellungshallen im Bananamex Center zu fahren.

Nach 20 Minuten durch die Stadt fahren waren wir schon da, ein riesiger Komplex. Gegen 20.00 Uhr fing die Feier an, mit unzähligen Reden, dann wurden die Fahnen der FCI angeschlossenen Länder reingetragen, die FCI Fahne aufgezogen und die Nationalhymne wurde gespielt, und jetzt begann die Show. Im Ehrenring waren Pyramiden aufgebaut, das Ganze war eine grosse Lichtshow die von der Geschichte Mexiko handelte und den vier Elementen Feuer Wasser Luft und Erde welche die Ureinwohner Mexikos früher angebetet hatten. Ich fand es ganz toll, wenn es auch sehr laut und modern dargeboten wurde.

Gegen 23.00 Uhr waren wir wieder im Hotel und Iris freute sich als ich ins Zimmer kam, wir machten noch schnell eine Runde und dann ab ins Bett, am Morgen sollte es sehr früh losgehen.

Erster Ausstellungstag 24. Mai 2007

Um 3.30Uhr ging der Wecker, ich bin sofort aufgestanden und habe mich zu Recht gemacht. Iris lag noch im Bett und schlief ganz fest, gegen 4.30 Uhr bin ich mit Iris Gassi gegangen und sie hat schnell ihre Geschäfte gemacht, dünn und dick, wir gingen wieder ins Hotelzimmer wo ich ihr das Frühstück gab. Ich ging selber zum Frühstücken, aber viel Zeit hatte ich nicht, denn um 6.15 Uhr sollte es schon losgehen.

Es war sehr schwierig wieder aufs Zimmer zu kommen, denn die 11 Lifte im Hotel waren ständig unterwegs und wenn einer kam war er noch voll. Endlich im Zimmer angekommen nahm ich Iris an die Leine, nahm das Ausstellungsgepäck samt Klappbox und ging wieder zum Lift zum warten bis einer kam. In der Lobby war ein Getümmel von Menschen und Hunden, vor dem Hotel fuhren ständig Busse vor, die uns zur Ausstellung bringen sollten, unseren Bus fand man schnell, denn er war gross mit Reisebüro Wolf angeschrieben, pünktlich ging es los und wir kamen gut durch die Stadt denn es war ja noch früh am morgen.

Kurz vor dem Bananamex Center gab es einen kleinen Stau, ausgelöst durch die Busse, Pkws die die Hundeboxen samt Hunden auf dem Autodach transportierten und voll geladene Pickups, dies alles sah sehr lustig aus. Als wir endlich vor den Hallen ankamen ging alles schneller, denn jeder lud sein Gepäck zügig aus und es ging zu den Eingängen. Da wir mit dem Katalog ein rotes Plastikarmband bekommen hatten das jeder tragen musste und es keine Impfpass Kontrollen gab ging alles sehr schnell. Da man ja nicht an den Ringen sitzen durfte suchten wir den vorbestellten Platz in der Halle der dafür vorgesehen war. Dort hatte jeder so viel Platz das man die Box und einen Stuhl stellen konnte. Was mir auffiel war, das schon sehr viele Hunde anwesend waren, denn die wurden schon am Vortag hergebracht und blieben die ganzen 4 Tage in ihrer Box.

Ich hatte Glück mit Iris, denn die war in der Gruppe die ab 10.00 gerichtet wurde, so konnte ich in aller Ruhe die Box aufstellen und Iris darin versorgen, und ging auf die Suche nach Ring 3 in dem Iris gerichtet wurde. Man sagte mir dass die Hunde 2 Minuten gerichtet würden, so konnte man sich ausrechnen wann man am Ring sein musste, ich hatte laut Katalog 11 Bouvier des Flanders vor uns, wenn man dann noch 8 Minuten dazu gab für die Vergabe von CACIB und BOB hatte man eine gute Zeitvorgabe. Pünktlich um 8.00 Uhr ertönte die Nationalhymne und das Richten fing an.

Gegen 10.00 Uhr machte ich mich auf den Weg von unserem Ruheraum zum Ring, als ich ankam bekam ich noch ein bisschen von den Bewertungen mit und die Vergabe des BOB, jetzt sollte eigentlich ich an die Reihe kommen, aber es wurden die Bichon Frise aufgerufen. Ich wurde nervös und schaute gleich nochmals in den Katalog, aber da stand der Appenzeller, ich ging zum Richtertisch und fragte nach warum nicht die Appenzeller an der Reihe seien, es wurde nachgeschaut aber die Unterlagen von dieser Rasse fehlten, sie sagten mir ich solle warten die Unterlagen werden so schnell wie möglich besorgt. So musste ich erst mal warten bis die 27 Hunde gerichtet waren. In der Zwischenzeit kamen etliche Besucher sowie Aussteller auf mich zu und fragten, was ich da für eine Rasse hätte, die hatten noch nie einen Appenzeller gesehen. Ich hatte somit die Möglichkeit mir das Geschehen im Ring genau anzusehen, es kam noch der Finish Spitz es war nur einer vor mir an die Reihe, aber was war da geschehen, denn der Händler kam nicht glücklich aus dem Ring, der Hund hatte nur ein gut bekommen. Jetzt wurde meine Startnummer aufgerufen, nun wurde ich das erste Mal nach langer Zeit nervös, mir ging im Kopf herum, der war als einziger seiner Rasse da und bekam ein gut, ich weiss nicht wieso, denn ich kenne den Rassenstandart nicht, aber was wird Iris machen?

Ich ging mit Iris in den Ring, die Richterin kam aus Portugal Frau Carla Molinari, die sofort auf Iris zu stürmte, ihr ins Maul schaute, sie abtastete von Kopf bis zur Rute, dann die Beine, aber Iris stand da als nichts wäre und wedelte mit ihrem Posthörnchen, nun noch eine Runde, die Diagonale und ein T und dann steh vor dem Richter. Wir hatten es geschafft V 1, CAC, CACIB und BOB, mir fiel ein Stein vom Herzen. Nun ging ich mit Iris wieder zurück auf meinen Platz in der Ruhehalle, Iris bekam ein Leckerli und ging wieder in ihre Box. Ich machte mich auf den Weg zum Ausstellungsbüro um das CAC zu bestätigen zu lassen, Iris ist somit Mexikanischer Champion geworden, und bekam noch die Urkunde dazu.

Der Tag verging jetzt recht schnell und gegen 14.00 Uhr waren alle Hunde gerichtet und im Ehrenring fing es jetzt an, gegen 16.00 Uhr war Gruppe 2 an der Reihe und wir mussten uns der Grösse der Hunde nach aufstellen. Die Richterin Frau Jean Fournier kam aus den USA, die Hunde wurden alle von Ihr nochmals angeschaut, abgetastet, Zahnkontrolle und man musste nochmals laufen. Iris hatte nun keine Lust mehr nur herumzustehen, sie wollte alle Krümmel vom Boden auflesen. Da ja fast alle Hunde von Händlern vorgestellt wurden, und die so eine Eigenart an sich hatten sich die Leckerli in den Mund zu nehmen und dann die auszuspucken war der Boden wie gesät mit Leckerli.

Um 18.15 kam der Bus und wir fuhren zurück ins Hotel, nun war der erste Tag vorbei. Iris ging noch eine Runde bekam ihr Abendfressen. Sie legte sich gleich ins grosse Bett zum schlafen, sie war richtig geschafft von dem langen Tag. Gegen 22.00 Uhr ging das Telefon, es war meine Mama, die sich extra den Wecker gestellt hatte um morgens um 5.00 Uhr anzurufen, denn sie wollte ja wissen wie es am ersten Tag gelaufen war.

Zweiter Ausstellungstag

Wieder um 3.30 Uhr aufgestanden, damit ich um 6.15 Uhr fertig bin. Heute wollte ich mal schlau sein und nahm mein Ausstellungsgepäck schon zum Frühstück mit nach unten, weil ja die Aufzüge immer so voll waren. Als ich nach dem Frühstücken wieder auf dem Zimmer war um Iris zu holen ging die Glocke an meiner Zimmertuer, ich machte auf und was sah ich da, ein Hotelangestellter, der mir mein Gepäck wieder nach oben brachte – so jetzt musste ich wieder mit Iris und dem Gepäck in den vollen Aufzug.

Heute war ich mit Iris um 8.00 Uhr in der Gruppe zum Richten und hatte wieder 12 Hunde vor mir. Als wir im Bananamex Center angekommen sind, ging ich zügig zur Ruhehalle und stellte die Box auf in der ich Iris versorgte. Ich ging zum Ring 4 in dem heute gerichtet wurde und ging gleich zum Ringordner und fragte gleich ob meine Unterlagen da seien, er schaute nach aber die waren wieder nicht da, aber er werde sie gleich besorgen und ich käme der Reihe nach dran. Ich ging zurück in die Ruhehalle holte Iris und war kurz vor 8.30 Uhr wieder am Ring. Der Richter war Herr Miguele A. Martinez kam aus Argentinien und richtete genau so wie am Vortag. Iris lies alles über sich ergehen und so gingen wir wieder mit V 1 / CAC / CACIB / BOB und dieses mal noch mit dem Vencedor Winner aus dem Ring. Wir gingen zurück zu unserem Platz, setzte Iris in die Box gab ihr noch etwas Milchwasser und ein paar Leckerli. Da ich ja schon früh fertig war es war gerade mal 10.00 hatte ich Zeit mir alles genau anzuschauen.

In der Ruhehalle standen die ganzen Boxen mit den Hunden, die jetzt schon 3 Tage da waren, roch es auch nicht mehr so gut, viele von den Hunden hatten Durchfall der zum Teil schon blutig war. Der Raum war ja auch noch voller Tische mit Galgen. Über die kupierten Hunde regte ich mich ja weniger auf, aber musste man den Hunden noch die Ohren kleben? Viele wurden noch mit kaltem Wasser gebadet, aber die Krönung war die Hundewaschmaschine, ein grosser Kasten in den die Hunde gesteckt wurden und mit Seifenwasser und zum Schluss noch mit klarem Wasser abgespritzt wurden, danach kamen sie noch in die Trocknerbox und das alles voll automatisch. An den Hunden wurde nicht nur gebürstet, sondern sie werden zum Teil auch noch gefärbt, weisse bekamen einen Kübel Kalkerde übergeschüttet, dann wurde noch geschoren und Fell ausgezupft. Aber das Beste war bei den Pudeln zu sehen, die bekamen noch Haarteile ins Fell eingesetzt. Da kann man sagen es läuft alles anders wie in Europa. Wie schon gesagt wurden die meisten Hunde von Profihändler vorgestellt, die liefen alle in Anzügen und die Frauen im Kostüm oder Hosenanzug sehr elegant das ganze. Worüber ich mich auch sehr aufregte war das Füttern der Hunde die nicht fressen wollten, das Trockenfutter wurde im Wasser eingeweicht und wurde in Bällchenform ins Maul beziehungsweise in den Hals gestopft.

Das Richten war wieder um 14.00 Uhr fertig und der Ehrenring wurde eröffnet. Die Gruppe 2 war heute um 15.00 Uhr an der Reihe. Die Hunde wurden dieses Mal von dem Richter Herr Kari Jarvinen aus Finnland gerichtet, wieder das gleiche wie am Vortag. Unser Bus kam wieder gegen 18.15, es hatte angefangen zu regnen und ein Gewitter zog auf, der Bus kam nur langsam voran im starken Verkehr. Wir waren um 19.00 Uhr aber trotzdem im Hotel angekommen. Iris bekam ihr Abendfutter und sie legte sich gleich wieder ins grosse Bett mit den vielen Kissen. Ich machte noch ein paar Besorgungen und als ich wieder im Zimmer war, merkte ich, das es Iris nicht so gut ging, und wir machten nur eine kleine Gassirunde, im Zimmer angekommen musste sich Iris übergeben. Um 22.00 Uhr rief wieder meine Mutter an und ich erzählte, dass Iris sich ständig übergeben musste und es ihr dadurch nicht gut ging. In der Nacht habe ich nicht gut geschlafen, denn ich machte mir grosse Gedanken wegen der Gesundheit von Iris.

Ausstellungstag 3 am 26.Mai 2007

Genau so früh wie an den letzten beiden Tagen wurde aufgestanden. Es hat in der Nacht ein bisschen geregnet und man merkt an den Temperaturen, die am Tag 23 bis 26 Grad sind und nachts wird es erheblich kälter, das die Regenzeit langsam anfängt. Iris hat gut geschlafen und musste sich nicht mehr übergeben. Beim Gassi gehen stellte ich fest das der Kot etwas dünner war, also habe ich ihr eine Jmodium Tablette gegeben, da sie ihr Frühstück auch nicht wollte.

Als ich vom Frühstück wieder aufs Zimmer kam, merkte ich das Iris nicht fit war. Ich rief Rolf an wie jeden Morgen und sagte ihm, dass es Iris nicht gut geht, und fragte was soll ich machen – an die Ausstellung gehen oder nicht, er sagte ich soll es probieren. Also fuhren wir um 6.15 Uhr mit. Auch heute waren wir in der Gruppe die ab 8.00 gerichtet wurde und wieder im Ring 3. Auch dieses Mal ging ich kurz vor 8.00 zum Richtertisch und fragte nach den Unterlagen, die heute da waren. Heute habe ich 24 Hunde vor mir, und da es Iris nicht gut geht habe ich die Box am Ring aufgestellt, so konnte Iris bis zum letzten Moment darin liegen bleiben und sich ausruhen.

Der Finish Spitz hatte heute wieder Pech und holte sich wieder ein Gut, wo er doch gestern den Mexikanischen Champion geholt hat.

 

Dieses Mal kam die Richterin Frau Paula Hartinger aus den USA und man konnte sie schlecht einschätzen, sie zeigte kein Mienenspiel. Nun war Iris an der Reihe, ich holte sie aus ihrer Box, und als ob sie wüsste um was es ging zeigte sie sich von ihrer besten Seite. So verliessen wir den Ring mit V 1 / CAC / CACIB / BOB / Vencedor Winner und Süd Amerikanischem Champion.

Da uns allen den Platz in der Ruhehalle nicht mehr gefiel, suchte wir uns einen anderen Platz in der Halle in der gerichtet wurde. Man durfte zwar nicht da sitzen, aber wenn wir angesprochen wurden haben wir es einfach nicht verstanden. In der Halle war die Luft viel besser und war auch nicht so laut (Hundegebell). Iris verkroch sich schnell wieder in ihrer Box, ich putzte ihr schnell noch die Pfoten feucht ab und lies sie in Ruhe.

Mit meiner Anwartschaftskarte ging ich wieder ins Ausstellungsbüro und lies mir die Urkunde ausstellen und den Süd Amerikanischen Champion bestätigen, es gab noch einen Teller als Preis. Ansonsten blieb ich viel bei Iris, nur wenn ich mal was zu Trinken oder zu Essen holte war sie alleine. Fressen und trinken wollte sie auch nicht, da um 14.00 Uhr es im Ehrenring wieder anfing und es Iris nicht besser ging, habe ich Iris nicht im Ehrenring gezeigt.

Um 19.00 waren wir wieder im Hotel und ich machte mit Iris nur eine kleine Gassi Runde, sie wollte auch immer noch nichts fressen, aber was mir mehr Sorgen machte, sie wollte auch nicht trinken, so gab ich ihr mit einem Löffel und einer leeren Filmdose das Wasser ins Maul ,immer und immer wieder. Nicht mal zur späten Stunde wollte sie Gassi gehen. Ich ging noch kurz einen trinken an die Bar. An diesem Abend war ein grosser Empfang im Hotel, dicke Limousinen fuhren vor und Frauen in Pelzmäntel mit Abendkleider und dem dazu gehörendem Schmuck, Männer im Smoking gingen durch die Hotelhallen, überall standen Sicherheitsbeamte herum, und dazwischen immer wieder die Hunde mit ihren Haltern, das war richtig lustig anzusehen. Es stellte sich heraus, dass dieser Empfang etwas mit der US Botschaft zu tun hatte.

Gegen 10.00 Uhr rief wieder meine Mutter an und ich erzählte Ihr das es Iris nicht gut ging, aber Sie machte mir Mut und sagte, dass wird schon wieder werden. Auch diese Nacht schlief ich nicht viel, denn ich gab Iris immer wieder Wasser ein.

Welthunde Ausstellungstag 27. Mai 2007

Wie immer früh aufgestanden, Iris zeigte immer noch keine Besserung, auch zum Gassi gehen musste ich sie regelrecht bitten. Beim Frühstück machte ich für Iris 2 Weissbrote mit Käse und Schinken, aber das wollte sie auch nicht, da kam mir der Gedanke, sollte sie vielleicht eine Halsenzündung haben, weil sie nicht schlucken wollte. Ich gab ihr gleich Arnika 200 vielleicht hilft ihr das. Ich telefonierte noch schnell mit Rolf, dann fuhr ich um 7.00 Uhr zur Ausstellung, heute mal mit dem Taxi, das sehr schnell durch die Stadt kam es war ja auch Sonntagmorgen, da ich heute alleine in der Gruppe war die um 8.00 gerichtet wurde. Heute hatte ich nur 11 Hunde vor mir und es war ja schliesslich der Tag der Welthunde Ausstellung.

Als ich ankam ging ich gleich zum Richtertisch am Ring 9 und fragte nach meinen Unterlagen, aber die waren nicht da und mussten noch schnell geholt werden. Am Ring stellte ich die Box auf und schon war Iris drin und legte sich hin. Auch heute wurde kurz vor 8.00 Uhr die Nationalhymne gespielt wie jeden morgen, und das richten fing pünktlich an, dieses mal kam die Richterin Frau Dorothy Collier aus den USA. Kurz bevor ich an die Reihe war kamen die anderen von der Reisegruppe Wolf an, Frau Wolf frage gleich wie es Iris ginge. Um 8.45 Uhr war dann alles vorbei für Iris und sie verlies den Ring mit V 1 / CAC/ CACIB / BOB / Vencedor Winner und dem Weltsieger, das war ja richtig super. Schon im Ring merkte ich, dass es Iris wieder besser ging, denn sie nahm das Leckerli das ich ihr anbot.

Ich ging zu den anderen und stellte die Box auf, Iris wollte sofort wieder rein, aber zuvor trank sie selber Wasser, das war ein gutes Zeichen. Jetzt konnte ich wieder zum Ausstellungsbüro gehen und die Urkunde und eine schönen Teller abholen. Als ich zurück kam bot ich Iris die beiden Brote mit Käse und Schinken an, die sie mit Appetit frass. Also hatte ich Recht mit der Vermutung auf eine Halsentzündung, das gut möglich war, denn überall waren die Klima Anlagen an, also innen kalt und draussen warm. Gegen 16.00 Uhr war die Gruppe 2 im Ehrenring, die vom Richter Herr Carlos Navarro aus Mexiko gerichtet wurde. Die Zeit bis dahin verbrachte ich indem ich mal schaute was man an den Ständen so alles kaufen konnte, aber es war nichts anderes wie bei uns. Best in Show wurde ein weisser Zwergpudel aus Japan, ich hatte gesehen wie er zurecht gemacht wurde schon an den ganzen Tagen zuvor, auch dem wurden Haarteile eingesetzt und das alles merken die Richter nicht.

Um 19.00 Uhr waren wir wieder im Hotel, dieses Mal hatten wir keine Einladungskarte von der Schlussfeier, was uns allen recht war, sonst wäre es später geworden. Ich machte mit Iris eine grosse Gassi Runde und gab ihr das Abendessen, das sie sich schmecken liess.

An diesem Abend trafen wir uns alle an der Bar um ein wenig zu feiern, denn jeder Hund hat den Mexikanischen Champion geholt, 2 den Jugend Champion Süd Amerika, 2 Champion Süd Amerika, 2 Weltjugend Sieger und 4 Weltsieger. Es war schon recht spät als ich aufs Zimmer kam. Iris schlief tief und fest und so konnte ich auch in Ruhe einschlafen.

Heimreisetag 28. Mai 2007

Heute durfte ich etwas länger schlafen, der Wecker ging um 5.00 Uhr. Ich machte mich fertig und Iris schlief ruhig weiter. Dann rief meine Mama an, ich sagte Ihr Iris gehe es wieder besser, danach fing ich an Koffer zu packen, was mir nicht so leicht fiel, denn die Urkunden waren sehr gross und sollten auch keinen Knick bekommen und die zwei grossen Teller müssen so eingepackt werden, dass sie ohne Bruch zu Hause ankommen sollen. In die Klappbox verpackte ich ein grosses Schild welches ich am letzten Abend von der Welthundeausstellung gemopst hatte. In die Flugbox kam wieder ein getragenes Shirt von mir. Als ich alles eingepackt hatte richtete ich noch das Handgepäck mit den verschiedenen Papieren für Iris.

Danach ging ich mit Iris auf die Gassi Runde, da bemerkte ich das ihr Kot noch nicht fest war und ich gab ihr noch eine Imodium Tablette zur Sicherheit für den Heimflug, dann ging ich zum Frühstücken.

Gegen 9.30 Uhr fand noch eine Stadt Rundfahrt auf dem Programm, an der ich auch noch teilnahm.

Um 13.00 Uhr waren wir wieder im Hotel und ich ging aufs Zimmer und wurde von Iris stürmisch begrüsst, also es geht ihr wieder besser. Sie durfte heute ja nichts zu fressen bekommen wegen der Reise, also gab es nur noch zu trinken, aber das fand sie gar nicht gut. Wir konnten bis 14.00 auf dem Zimmer bleiben, dann stellte ich das Gepäck vor die Tür und ging an den Empfang um auszuchecken, es war wieder viel Betrieb. Wir hatten noch Zeit bis 16.00 Uhr bis zur Abreise.

Ich machte mit Iris noch einen kleinen Spaziergang, da merkte ich das sie nochmals musste und ging mit ihr auf die Rasenfläche, sie zog zu einem frisch angesetzten Blumenbeet und drehte da ihre Runden, aber das gehörte schon zum Botschaftsgelände, sofort war Polizei da, erst einer, dann zwei und zum Schluss standen fünf Schwerbewaffnete um uns herum und wollten mich abführen, aber ich liess mich nicht beirren, endlich setzte sich Iris und machte ihr grosses Geschäft, ich nahm einen Robidog aus der Tasche und nahm es auf, und bin dann einfach weggegangen. Es war so, wenn es dunkel war am Morgen früh oder in der Nacht sagte die Polizei nichts wenn man auf dem Gelände war, aber am Tag könnte es jemand von der  Botschaft sehen, es war verboten das Botschaftsgelände zu Betreten.

Um 16.00 Uhr kam der Bus, das Gepäck und wir wurden verladen und es ging zum Flughafen. Am Flughafenschalter musste Iris wieder in die Flugbox und ich gab ihr noch eine Tablette. Auf die Box kam das neue Gesundheitsformular, das hatte Frau Wolf am Tag zu vor beim Tierarzt ausstellen lassen. Wir hatten alle ein komisches Gefühl als die Hunde abtransportiert wurden, denn ausser unserem Flugzeug stand noch eines für Kanada und eines für die USA bereit. Wir hofften das die richtigen Hunde in die richtigen Flugzeuge verladen würden, und nicht ein Hund nach der USA oder Kanada fliegt statt nach Deutschland. Um 20.30 Uhr konnten wir in die Maschine einsteigen, es war schon dunkel und wir konnten nicht sehen ob alles verladen war. Um 21.05 Uhr war der Start und das Flugzeug nahm jedes Schlagloch das auf der Rollbahn war mit, wie schon bei der Landung

Die Ankunft in Deutschland

Nach zehn Stunden und fünfundvierzig Minuten wurde am Dienstag den 29. Mai 2007 in Frankfurt gelandet, ich hatte fast die ganze Zeit geschlafen. Frau Wolf gab mir die Abschrift des Impfausweises wieder zurück.

Wir gingen zur Gepäckausgabe, was ja in Frankfurt ein sehr langer Weg ist. Endlich angekommen besorgte ich mir einen Gepäckwagen, es dauerte lange bis das Gepäck auf dem Band daherkam, auf einem anderen Band kamen die Boxen mit den Hunden. Iris war eine der Ersten und das Flughafenpersonal half mir die Box vom Band zu heben und auf den Wagen zu stellen, der Wagen war ein bisschen zu klein die Box mit Iris hatte ein wenig Schräglage was Iris überhaupt nicht störte, auf die Box kam das restliche Gepäck. So nun mit dem Vollbeladenen Wagen Richtung Ausgang wo Zoll und Tierarzt auf uns warteten. Wir mussten uns wieder in der langen Schlange anstellen.

Der Tierarzt verlangte, dass die Hunde aus der Box genommen werden, um die Chipkontrolle durchzuführen. Als ich an der Reihe war sollte ich Iris auch aus der Box nehmen, ich sagte dem Tierarzt es könne aber ein Problem geben den Hund wieder in die Box einsteigen zu lassen bei der Schräglage von der Box, und fragte Ihn ob er mir behilflich wäre das Gepäck und die Box wieder auf den Wagen zu stellen, die Antwort war nein, die 5 Zollbeamten die 3 Meter weiter standen waren auch zu faul dazu, also blieb Iris in der Box und der Tierarzt kontrollierte Impfausweis und das Gesundheitszeugnis von Mexiko, es war Ihm schon nicht wohl dabei, dass er keine Chipkontrolle machen konnte, aber wenn er schon zu faul ist mir behilflich zu sein blieb Ihm nichts anderes übrig. Durch den Zoll waren wir dann sehr schnell, die Hunde mussten durch den Zoll noch in der Box bleiben. So nun durfte Iris aber schnell aus der Box, meine Taxifahrerin wartete schon und kümmerte sich gleich um das Gepäck und wir gingen zum Taxi. Auch dieses Mal durfte Iris auf der Fahrt nach Hause neben mir liegen.

Zu Hause angekommen begrüsste ich zuerst die Vierbeiner, die sich fast umbrachten vor Freude als sie mich sahen und dann kamen die Zweibeiner an die Reihe, auch Iris begrüsste alle, Janka brummelte an dem Tag des Öfteren wenn Iris ihr zu nahe kam. 

Wieder Zuhause

Ich packte meine Koffer aus und erzählte den Meinen was ich so alles erlebt hatte, danach gingen wir mit den Hunden Gassi, man merkte Iris die lange Reise überhaupt nicht an. Als ich an diesem Abend ins Bett ging lies ich die Reise nochmals Revue passieren, ich stellte fest das es wunderbar war so was zu erleben, es gab aber auch ein paar Sachen die mir missfielen und so schlief ich ein.

Die nächsten drei Tage gab es nochmals Stress für mich, musste ich doch wieder Koffer packen für alle, denn es ging für eine Woche auf das Sennenhundfestival nach Mallnitz zum üben und Ausstellen. Diese Woche ging wie im Fluge vorbei.

Montags rief ich bei unserer Tageszeitung an ob sie Interesse hätten einen Artikel über Iris auf der Welthunde Ausstellungen zu Schreiben, Sie sagten zu und am Mittwoch war schon der Reporter bei uns. Zwei Tage später standen wir schon in der Nassauschen Tageszeitung mit Bild und einem grossen Artikel über uns und Iris.

Sieben Wochen später rief die Stadtverwaltung an, ich dachte was wollen die dann von mir? Sie sagten sie hätten den Artikel in der Zeitung gelesen und wir hätten ja fünf Hunde und aber nur drei für die Hundesteuer gemeldet, ich sagte Ihnen das die zwei anderen Hunde Pudel wären und auf die Mutter gemeldet sind, was Sie sofort im PC nachschaute und bestätigte, ich dachte das war’s, aber nein es kam noch eine andere Frage, die nach dem Preisgeld, Sie meinte mit so viel Erfolgen müsse das wohl recht hoch liegen, aber ich klärte die Dame auf, dass man dafür kein Preisgeld bekommt sondern im Gegenteil das ganze eine Menge Geld kostet für Meldegebühren und den Reisekosten. Die Antwort von der Dame war dann, ach so ist das, und das Gespräch war auch sofort beendet.

So nun möchte ich mich noch bei meinem Mann Rolf bedanken, denn er hat in dieser Zeit den Haushalt gemacht und die restlichen Hunde versorgt.

Bei meiner Mama, die mich als Janka noch klein war zu meiner ersten Ausstellung gebracht hatte an der ich richtig Spass gefunden habe, sowie an der finanziellen Unterstützung.

Bei meinem Haustierarzt K. A. Stix für die gesundheitliche Betreuung unserer Haustiere.

Bei meinem verstorbenen Papa, der mir immer sagte was man macht, macht man Richtig und was man Anfängt bis zum Ende und dies mir auf meinen Lebensweg mit gegeben hat.

E N D E

Martina Wagner und Iris von der Schafegg

 

 

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